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Auf dem Weg zum „Grünen Klassenzimmer"

5-Sterne-Insektenhotel [29.10.2012 | Kursprojekt]

Unser Ziel war es, den Schulgarten stärker in den naturwissenschaftlichen Unterricht zu integrieren und die Natur für die Schüler erlebbar zu machen.

Mit dem bereitgestellten Geld  durch die Bayer-Stiftung haben wir eine Fläche am Schulgarten geschaffen, wo die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Mikroskopen, Stereolupen oder einfachen Becherlupen das Leben im Kompost oder dem Tümpel untersuchen können.

Dazu wurde Bestimmungsliteratur in unterschiedlichen Anforderungsniveaus angeschafft, die von den verschiedenen Klassenstufen genutzt werden kann.

Mit dem Umweltkoffer gehen die Biologiekurse der Oberstufe auf Exkursion, um Gewässer- oder Bodenproben zu untersuchen. Unsere Teichschalen sollten eigentlich als Feuchtbiotop genutzt werden, leider sind sie bereits mehrfach an Wochenenden von randalierenden Jugendlichen zerstört worden. Auch unsere Kräuterspirale und die Wetterstation wurden bereits zerstört. Die Kräuterspirale werden wir im kommenden Frühjahr  erneuern, die Wetterstation ist dermaßen zerstört, dass ein Wiederaufbau nicht möglich ist. Das ist wirklich sehr schade, denn im Rahmen einer Projektwoche wurde von und mit Schülern Unterrichtsmaterial entwickelt, das auch von der angrenzenden Grundschule genutzt werden sollte, die zum Arbeiten in unseren Schulgarten eingeladen ist.

Das Insektenhotel ist ein voller Erfolg und wird von vielen unterschiedlichen Lebewesen genutzt. Der Baumschnitt, der im ersten Jahr bei der Einrichtung des Schulgartens anfiel, wurde von den Schülern im Rahmen eines Projekts und der Unterstützung des Forstamtes zu einer Totholzhecke verarbeitet. Diese Totholzhecke wird im Rahmen des Unterrichts weiter gepflegt und ausgebaut. Gerne beobachten Lehrer und Schüler das Leben an und in der Hecke. Singvögel wie Amsel und Sperling, aber auch Igel haben in ihr Quartier bezogen und werden gerne auch einmal gefilmt, wenn sie gesichtet werden.

Die Streuobstwiese lieferte in diesem Jahr erstmals eine Kostprobe an Früchten, die leider noch nicht ausreichten, um sie im Unterricht zur Gärung bzw. in der AG Schulgarten zu Marmelade zu verarbeiten. Dafür konnte in diesem Jahr erstmals Brombeerwein aus dem Schulgarten angesetzt werden.

Die Physikkollegen haben  eine Fotovoltaik Anlage installiert. Sie betreibt eine Teichpumpe, die allerdings nur temporär und zu Anschauungszwecken betrieben werden kann, da wir befürchten, dass auch sie zerstört oder entwendet werden würde.

Insgesamt nimmt die Zahl der Nutzer ständig zu. Das „Grüne Klassenzimmer“ entwickelt sich zu einem Ort des Entdeckens, Lernens und Spielens, denn nicht nur die Naturwissenschaften nutzen die Möglichkeit, im Freien zu unterrichten, auch die Theaterkurse nutzen es.

Bei einem Teil der Schülerinnen und Schülern sieht man  , dass sie Spaß an der Arbeit im Schulgarten haben, ihn entdecken, pflegen,  Gemüse anbauen und ernten.

Insgesamt entwickelt sich das „Grüne Klassenzimmer“ zunehmend zu einem Ort der Forschung und Entspannung, der von vielen Bereichen der Schule genutzt wird.

Im Rahmen der Bildungskette Naturwissenschaften, bei der sich verschiedene Grundschulen und Oberschulen zusammengeschlossen haben, um das naturwissenschaftliche Denken und Handeln der Kinder weiter zu entwickeln, möchten wir unser „Grünes Klassenzimmer“ auch für andere Einrichtungen öffnen.

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